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LGB

LEHMANN - GROSS - BAHN

LEHMANN - GARTEN - BAHN

( ganz wie Sie mögen...... :-) )

Die Modellbahn für den Innen- und Außenbereich

im Maßstab 1 : 22,5

 

 

Entstehung der Firma Ernst Paul Lehmann

 

   Wir schreiben das Jahr 1881. In Brandenburg an der Havel, nicht weit von Berlin, gründen Ernst Paul Lehmann (Berlin) und Jean Eichner, aus der Spielzeugstadt Nürnberg kommend, am 1. September das Unternehmen "Blechspielwaren-Fabrik Lehmann & Eichner". Daraus entstand etwas später die Firma "Ernst Paul Lehmann Patentwerk", in der Blechspielwaren auf der Basis eigener Patente gefertigt wurden. Lehmanns Erfindungsreichtum und der beginnende Export in alle Welt begründeten den Ruf, technisches Bewegungsspielzeug angelehnt an aktuelle industrielle Entwicklungen in guter Qualität und markgerecht anzubieten. Zeitweise sollen mehr als 600 Mitarbeiter (überwiegend Frauen) in der Brandenburger Fertigungsstätte beschäftigt worden sein.  "EPL" (Ernst Paul Lehmann) wurde weltweit ein geachteter Markenname. Der gut ausgebaute Export, der in besten Zeiten über 80 % des Umsatzes ausmachte, war auch der entscheidende Punkt, warum die Firma Lehmann nach dem ersten Weltkrieg und erst recht in der Weltwirtschaftskrise mit der nachfolgenden Inflation gut über die Runden kam - die Fakturierung erfolgte nämlich überwiegend in der stabilen US-Dollar-Währung. Auch die Mitarbeiter profitierten von dieser umsichtigen Geschäftsführung, weil sie zum Teil in US-$ bezahlt wurden. 1934 starb der Unternehmensgründer und sein Vetter Johannes Richter, der in den Jahren zuvor bereits mehrfach im Betrieb tätig war, übernahm die Geschäftsführung.

 

    Während der NS-Zeit bis 1945 wurde die Produktion und vor allem der Export immer schwieriger. Materialmangel und Beeinträchtigungen wegen des Umstandes, dass Richter weder das damals ideologisch hoch im Kurs stehende Militär-Spielzeug, noch Rüstungsgüter in seinem Betrieb fertigen lassen wollte, schränkten die Produktion stark ein. Der schwierige Neubeginn nach dem Krieg wurde 1948 jäh zunichte gemacht. Der Betrieb wurde von der sowjetischen Militärverwaltung enteignet und später in der DDR in den "VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg" unter staatlicher Kontrolle umgewandelt.

 

    Im Jahr 1950 verließ die um ihre Existenz gebrachte Familie Richter Brandenburg und begann in Nürnberg einen kompletten Neustart. 1956 starb Johannes Richter und seine Söhne Eberhard und Wolfgang Richter traten die Nachfolge an. Sie beschritten auf der Materialseite neue Wege, lösten sich von der reinen Blechverarbeitung und führten die Kunststoffverarbeitung bei ihrer Spielwarenfertigung ein. 1959 wurde eine neue Betriebsstätte bezogen.

    1968 schlug dann auf der Spielwarenmesse in Nürnberg die Geburtsstunde der LGB, der LEHMANN GROSS BAHN. Die Gebrüder Richter stellten eine Modelleisenbahn im Maßstab 1:22,5 mit einer Spurweite von 45 mm vor, die in robuster und vor allem witterungsbeständiger Ausführung sowohl im Innen- als auch im Freilandbereich betrieben werden konnte. Es handelte sich vom Vorbild her um Schmalspurfahrzeuge. Das heißt, dass die Vorbildfahrzeuge nicht auf sogenannten Regel- oder Normalspurgleisen mit 1435 mm Spurweite fuhren, sondern eine Spurbreite von 750 mm oder 1000 mm aufwiesen. Daneben gab/gibt es noch eine Vielzahl von abweichenden Spurweiten, etwa 891 mm in Schweden, 760 mm in Bosnien, 950 mm in Italien oder die berühmte "Kap-Spur"  mit 1067 mm in Südafrika. Ausgangspunkt in Deutschland waren auf diversen Teilnetzen in Preußen Lokalbahnen mit 785 mm Gleisabstand, entsprechend den damaligen "30 preußischen Zoll".

    Die Firma Lehmannn konzentrierte sich auf Fahrzeuge mit 750 mm Spurweite, vorwiegend aus Österreich, und mit 1000 mm Spurweite nach Vorbildern der Rhätischen Bahn (RhB) in der Südost-Schweiz.

 

   Bezogen auf den Maßstab von 1:22,5 handelt es sich bei LGB-Material um die Modellbaugröße II. Zur Kennzeichnung erfolgt mit angefügten Buchstaben eine weitere Differenzierung:

e  = 750 mm Spurweite   ==> IIe

m = 1000 mm Spurweite ==> IIm

Lehmann erfand dafür die "Haus-Baugröße" G, die inzwischen weltweit akzeptiert worden ist. Der Baugröße II entspricht eine Modellspurweite von 64 mm in Anlehnung an die Normalspur. Da wir es hier mit Schmalspurfahrzeugen zu tun haben, beträgt bei IIe die Spurweite 32 mm und bei IIm 45 mm. An diesem Punkt erfolgt nun eine produktions- und vertriebstechnisch gewollte Vereinfachung. Lehmann liefert das gesamte Sortiment mit 45 mm Spurbreite aus! Damit war gewährleistet, dass Schmalspur-Modelle verschiedener Vorbild-Spurweiten (600 mm, 750 mm, 1000 mm) auf dem selben Gleis fahren konnten.

   Kompliziert wurde die Geschichte, als amerikanische bzw. asiatische Firmen auf diesen "Zug aufsprangen" und die inzwischen gut eingeführte Spurweite von 45 mm für neue Zwecke nutzen wollten. Zum einen entwickelte die Firma Bachmann/Hong Kong Schmalspurfahrzeuge nach nordamerikanischen Vorbildern (Holzfäller- und Waldbahnen) im Maßstab 1:16, zum anderen wurden jetzt nordamerikanische Regelspurfahrzeuge (mit 1435 mm Sprweite) ebenfalls auf die 45 mm-G-Modell-Spur gesetzt und es wurde ein Größenkompromiß mit dem Maßstab 1:29 gemacht. In diesem Sektor ist inzwischen auch die Firma PIKO mit Fahrzeugen, Zubehör und Gebäudemodellen tätig.

 

Weitere Entwicklung der Firma Lehmann

 

1987 wagte man den Sprung in die USA und baute dort zunächst eine Vertriebsorganisation, später aus Logistik- und Kostengründen auch eine separate Produktionslinie auf.

Zum Beginn der Nürnber Spielwarenmesse 2002 wurde im Nürnberger Spielzeug-Museum eine Sonderausstellung auf einer Fläche von rund

100 m² eröffnet. U.a. wurden litografierte Blech-Raritäten aus der Anfangszeit der Firma Lehmann Patentwerk gezeigt.

Im Jahr 2006 feierte die Firma Lehmann ihr 125-jähriges Firmenjubiläum. Dieses Jahr war aber zugleich der schicksalhafte Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte: Zum 18. September 2006 meldete die Geschäftsleitung der Ernst Paul Lehmann Patentwerk OHG Insolvenz beim Amtsgericht Nürnberg an!

Nach einer längeren Übergangsphase wurde die Firma EPL Bestandteil der Firma MÄRKLIN, die ebenfalls eine Insovenz überstanden und neu strukturiert worden war.......

 

Böse Überraschung

Da eine Lok aus meinem Bestand defekte Haftreifen hatte, suchte ich die Packung # 69104 mit 37,5 mm Haftreifen aus der Ersatzteilkiste heraus. Mit Entsetzen musste ich feststellen, dass in der geöffneten Plastikverpackung keine Haftreifen mehr waren,sondern nur noch Haftreifenkrümel! Ofensichtlich ist das Material nicht UV-beständig. Das hatte ich bei dem LGB Qualitäts-Dogma nicht erwartet. Also bei Gelegenheit mal prüfen, wie Packungen mit Haftreifen nach einiger Lagerzeit bei Ihnen aussehen.

LGB ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma:

Gebr. Märklin & Cie. GmbH, Stuttgarter Straße 55-57, D-73033 Göppingen, Baden-Württemberg

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